Mitten im grünen Herzen der niederländischen Provinz Friesland liegt Akkrum, ein Ort, an dem sich Folklore, Wasserwege und jahrhundertealte Geschichte auf überraschende Weise begegnen. Der Legende nach verdankt das Dorf seinen Namen zwei mythischen Riesen, Kromme Knilles und Manke Meine, die um 1400 einen Kanal aushoben und dabei heftig aneinandergerieten. Knilles blickte auf seine krumme Arbeit zurück und rief „Ach, krom!“ („Ach, krumm!“). Die Bauern in der Nähe fanden den Klang so gut, dass sie ihre Siedlung Akkrum nannten. Eine Skulptur der beiden Riesen steht heute stolz am Wasser, und jedes Jahr im Mai feiert das Dorf die Geschichte beim Reuzedei-Festival, dem „Riesentag“.
Wenn du eine Ferienunterkunft suchst, die dich mitten in ein echtes niederländisches Erlebnis fernab überfüllter Touristenrouten bringt, bist du in Akkrum genau richtig. Buchst du hier eine Unterkunft, befindest du dich am Schnittpunkt von Wasser, Natur und Dorfleben in einer Region, die viele internationale Gäste noch gar nicht entdeckt haben.
Akkrum ist ein Dorf mit rund 3.400 Einwohnern in der Gemeinde Heerenveen, etwa 17 Kilometer südlich der friesischen Hauptstadt Leeuwarden. Es liegt direkt an der Autobahn A32 und an einer Bahnlinie und ist dadurch hervorragend an den Rest der NL angebunden. Vom Bahnhof Akkrum fahren Direktzüge nach Leeuwarden, Zwolle, Amersfoort und sogar zum Flughafen Amsterdam Schiphol. Für internationale Besucher, die mit dem Flugzeug anreisen, ist der Ort also erstaunlich gut erreichbar.
Das Dorf liegt zwischen dem Sneekermeer im Westen und dem Pikmeer im Norden und markiert den Beginn der berühmten Turfroute, einer historischen Bootsroute durch Südostfriesland, Drenthe und Overijssel. Die Wasserwege wurden ursprünglich im 16. Jahrhundert angelegt, um Torf zu transportieren. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem der Nationalpark De Alde Feanen, ein 2.000 Hektar großes Feuchtgebiet mit über 450 Pflanzenarten und 100 Brutvogelarten, darunter der Seeadler.
Es gibt viele gute Gründe, für deine nächste Reise in die NL eine Ferienunterkunft in Akkrum zu buchen:
Eines der auffälligsten Gebäude in Akkrum ist Coopersburg, ein stattlicher, symmetrischer Komplex von über 100 Metern Länge an der Ljouwerterdyk. Er wurde um 1900 errichtet und von Folkert Harmens Kuipers finanziert, der 1843 in Akkrum geboren wurde und mit 22 Jahren in die USA auswanderte. Dort nannte er sich Frank Cooper und wurde als Mitinhaber des Kaufhausimperiums Siegel and Cooper in Chicago und New York wohlhabend. Bei einem Heimatbesuch erschütterte ihn die Armut vieler älterer Bewohner von Akkrum. Er gründete eine Stiftung, die Bedürftigen unabhängig von ihrer Religion kostenlosen Wohnraum und eine wöchentliche Unterstützung bot. Das vom Architekten Folkert Hoekstra entworfene Gebäude ist bis heute hervorragend erhalten. Dahinter befindet sich ein beeindruckendes Jugendstil-Mausoleum, in dem Cooper und seine Frau begraben sind. Garten und Mausoleum sind öffentlich zugänglich und absolut sehenswert.
Akkrum entstand ursprünglich als Warftendorf auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, um sich vor Hochwasser zu schützen. Auf dem höchsten Punkt dieser Warft steht die Terptsjerke, eine reformierte Kirche von 1759, die eine deutlich ältere mittelalterliche Kirche ersetzte. Der Turm wurde 1882 ergänzt und beherbergt eine Glocke aus dem späten 17. Jahrhundert, die vermutlich noch aus der ursprünglichen Kirche stammt. Ein Fassadenstein über dem Eingang erinnert daran, dass der erst 17-jährige Adlige Augustinus Lycklama a Nijeholt den Grundstein legte. Ein stimmungsvoller Ort, der dich mit Jahrhunderten friesischer Geschichte verbindet.
Im benachbarten Weiler Nes, oft Akkrum-Nes genannt, findest du einen Klokkenstoel, einen typisch friesischen hölzernen Glockenstuhl. Er steht auf einer ungewöhnlich hohen Warft inmitten eines stimmungsvollen, umfriedeten Friedhofs. Das Gelände war einst der Friedhof des Nesserkloosters, einer 1228 gegründeten Kommende des Deutschen Ordens, die 1580 aufgehoben wurde. Ein geheimnisvoll schöner Ort, den die meisten Besucher nie entdecken.
Die Mellemolen ist eine Hohlpfahlmühle, auch Spinnenkopfmühle genannt, die 1849 erbaut wurde, um den Polslootpolder bei Akkrum zu entwässern. Früher trug sie den Spitznamen „Spookmolen“ („Geistermühle“). 1972 wurde sie von einem Sturm umgeworfen und später restauriert. In den Jahren 2003 bis 2004 wurde die gesamte Mühle rund zwei Kilometer an ihren heutigen Standort an Het Deel versetzt. Sie ist ein nationales Denkmal und kann nach Absprache besichtigt werden.
Akkrum liegt in der Provinz Friesland, die eine eigene Sprache hat: Friesisch (Frysk). Das ist kein Dialekt, sondern eine offiziell anerkannte Sprache der NL, die dem Englischen nahesteht. Du siehst zweisprachige Straßenschilder, hörst Friesisch in Geschäften und Cafés und entdeckst Ortsnamen sowohl auf Niederländisch als auch auf Friesisch. Für deutsch- oder englischsprachige Besucher ist das eine spannende zusätzliche kulturelle Ebene. Die Menschen hier sind offen und sprechen fast immer sehr gut Englisch und Niederländisch.
Akkrum ist einer dieser Orte, die neugierige Reisende belohnen: ein Dorf mit einer Riesenlegende im Namen, einer Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte in seiner Architektur und einem Netzwerk aus Wasserwegen und Naturschutzgebieten direkt vor der Tür. Ein Ziel, bei dem aus einem Wochenendtrip schnell eine bleibende Erinnerung wird. Buche jetzt deine Ferienunterkunft in Akkrum und entdecke eine Seite der NL, die die meisten Besucher nie zu sehen bekommen.