Eingebettet in die südlichen Ausläufer des Troodos-Gebirges, in der geografischen Region Pitsilia, bietet Arakapas ein Glamping-Erlebnis, das es so kein zweites Mal auf Zypern gibt. Dieses halb-bergige Dorf im Bezirk Limassol liegt auf etwa 650 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit eine angenehm kühle Auszeit von der Mittelmeerhitze, bleibt aber trotzdem gut erreichbar. Arakapas liegt rund 33 Kilometer nordöstlich von Limassol und etwa 63 Kilometer südwestlich von Nikosia und ist damit ein perfekter Ausgangspunkt, um das bergige Herz Zyperns zu erkunden.
Das Dorf erstreckt sich entlang der Ufer des Amathos-Flusses, eingebettet in ein Tal, das von hohen Berggipfeln umgeben ist. Kiefernwälder, goldene Eichen und wilde Pistazienbäume prägen die Landschaft. Mit etwa 300 Einwohnern bewahrt Arakapas eine authentische Dorstatmosphäre, in der traditionelle Steinhäuser schmale Gassen säumen und das Leben einen ruhigen, entspannten Takt annimmt.
Was Arakapas wirklich besonders macht, ist der berühmte Mandarinenanbau. Die Arakapas-Mandarine, eine einheimische zyprische Sorte mit dem botanischen Namen Citrus reticulata Blanco, gedeiht dank der besonderen Boden- und Klimabedingungen dieser Region hervorragend. Die Früchte reifen zwischen Dezember und März und sind auf ganz Zypern für ihre außergewöhnliche Süße bekannt. Wenn du dein Glamping in den kühleren Monaten planst, kannst du diese begehrten Mandarinen in ihrer besten Form genießen.
Neben Zitrusfrüchten ist die Landschaft von Olivenhainen und Johannisbrotbäumen geprägt, während der nahegelegene Kakomallis-Wald ein dichtes grünes Dach aus mediterraner Vegetation bildet. Die Region ist zudem reich an Tierwelt und Lebensraum für Zug- und einheimische Arten wie Hasen, Rebhühner, Füchse, Drosseln und Amseln.
Geschichtsinteressierte werden es spannend finden zu erfahren, dass Arakapas im Mittelalter zu den Dörfern der Großen Komturei gehörte. Diese Region war das größte Lehen des Johanniterordens, des berühmten Ritterordens, der während der Kreuzzugszeit deutliche Spuren auf Zypern hinterließ. Die Ritter etablierten hier eine systematische Weinproduktion. Der legendäre Commandaria-Wein, der den Namen der Region trägt, gilt als einer der ältesten bis heute produzierten Weine der Welt.
Auch der Name des Dorfes selbst ist geschichtsträchtig. Er leitet sich vom sagenhaften ersten Siedler Arokopos oder Arokopas ab, der der lokalen Überlieferung nach an diesem Ort heiliges Wasser der Jungfrau Maria entdeckt haben soll.
Arakapas beherbergt zwei Kirchen, die der Panagia Iamatiki, der heilenden Jungfrau Maria, gewidmet sind. Beide sind architektonische und spirituelle Schätze. Die alte Kirche, deren Mauern und Apsis aus dem Jahr 1727 stammen, beherbergt eine wundertätige Marienikone aus dem 16. Jahrhundert, die auf Tierhaut gemalt wurde. Diese außergewöhnliche Ikone zieht bis heute Pilger an, die Heilung suchen, insbesondere bei Leiden, die mit Blutungen in Verbindung stehen, ganz nach jahrhundertealter Tradition.
Die neuere Kirche wurde 1882 erbaut und ist eine einschiffige Basilika mit einem Spitzbogen am östlichen Dorfeingang nahe des Dorfplatzes. Das heilige Wasser erreichst du zu Fuß über einen Pfad, der hinunter zum Flussbett des Amathos-Zuflusses führt.
Wenn du eine authentische Auszeit abseits der Touristenmassen suchst, bietet Arakapas eine seltene Kombination aus guter Erreichbarkeit und wohltuender Abgeschiedenheit. Das Dorf liegt in unmittelbarer Nähe zu den 22 ausgewiesenen Wanderwegen des Troodos-Gebirges und ist dennoch angenehm unberührt vom Massentourismus. Das milde Bergklima sorgt das ganze Jahr über für angenehme Temperaturen, besonders schön ist die Region im Spätherbst und Frühling, wenn alles blüht.
Die Region Pitsilia zählt zu den authentischsten Gegenden des Troodos-Gebirges und bietet Erlebnisse abseits der bekannten Touristenrouten. Von Arakapas aus kannst du die berühmten bemalten byzantinischen Kirchen erkunden, von denen viele zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, oder mittelalterliche venezianische Brücken entdecken, die sich in bewaldeten Tälern verstecken.
Ob du durch duftende Kiefernwälder wanderst, traditionelle Steinarchitektur fotografierst oder einfach mit einem Kaffee auf dem Dorfplatz sitzt und das lokale Leben beobachtest, Arakapas bietet ein entschleunigtes Tempo, nach dem sich viele Reisende sehnen. Das Dorf gewährt dir einen echten Einblick in das traditionelle ländliche Leben Zyperns, in dem Landwirtschaft, insbesondere Oliven- und Zitrusanbau, noch immer eine zentrale Rolle spielt.
In den letzten Jahren gab es lokale Initiativen zur Bewahrung des kulturellen Erbes von Arakapas. Die Restaurierung alter Gebäude und die Förderung traditioneller Handwerkskunst sind Teil regionaler Ökotourismus-Projekte. Dieser nachhaltige Ansatz sorgt dafür, dass du ein authentisches Dorf erlebst, das seinen Charakter bewahrt und Gäste herzlich willkommen heißt.
Arakapas ist mit dem Auto von allen größeren Städten und Flughäfen Zyperns gut erreichbar. Von Limassol aus dauert die Fahrt etwa 45 Minuten über landschaftlich schöne Bergstraßen. Von den internationalen Flughäfen Larnaka oder Paphos solltest du mit rund 80 Minuten Fahrzeit rechnen. Schon die Anreise bietet spektakuläre Ausblicke auf Berge und Täler und wird selbst zum Teil des Erlebnisses.
Wenn du nicht selbst fahren möchtest, gibt es regionale Busverbindungen von Limassol in die umliegenden Bergdörfer. Mit einem eigenen Auto bist du jedoch deutlich flexibler, um die Schätze der Region Pitsilia und des gesamten Troodos-Gebiets zu entdecken.
Glamping in Arakapas verbindet Naturerlebnis und authentische zyprische Kultur auf perfekte Weise. Wach mit Vogelgezwitscher in der klaren Bergluft auf, erkunde tagsüber alte Kirchen und probiere lokale Produkte und beende den Abend mit Blick auf den Sternenhimmel über den Gipfeln des Troodos. Buche jetzt dein Glamping und entdecke, warum diese verborgene Ecke Zyperns jeden verzaubert, der sie findet.