Stell dir vor, du wachst umgeben von sanften Weinbergen, sonnenblumengelben Hügeln und dem leisen Glitzern der Dordogne auf. Bergerac, im Périgord Pourpre im Südwesten Frankreichs gelegen, ist eines dieser seltenen Reiseziele, die gleichzeitig tief in der Geschichte verwurzelt und angenehm entschleunigt sind. Mit einem Glamping-Aufenthalt bist du mitten drin und erlebst das französische Landleben so, wie es kein Hotel oder Städtetrip je bieten könnte.
Bergerac ist eine Unterpräfektur des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Mit rund 27.000 Einwohnern ist es nach Périgueux die zweitgrößte Kommune des Départements. Die Stadt liegt direkt an den Ufern der Dordogne, etwa 93 km östlich von Bordeaux und 48 km von Périgueux entfernt. Die Koordinaten liegen bei ungefähr 44,85°N und 0,48°E, auf einer durchschnittlichen Höhe von 79 Metern über dem Meeresspiegel.
2013 wurde Bergerac vom französischen Kulturministerium als Ville d'art et d'histoire ausgezeichnet. Seine Wurzeln reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, als sich der Ort rund um eine Burg entwickelte und zu einem wichtigen Zwischenstopp für Reisende, Pilger und Händler wurde. Lange Zeit befand sich hier die einzige Brücke über die Dordogne in der Region, was Bergerac im Mittelalter und während der Religionskriege zu einem strategisch bedeutenden Knotenpunkt machte.
Bergerac vereint viele Eigenschaften, die es zu einem idealen Glamping-Ziel machen, egal ob für einen längeren Urlaub oder ein entspanntes Wochenende.
Bergerac liegt im Herzen des Périgord Pourpre, benannt nach dem violetten Farbton der berühmten Weintrauben der Region. Doch hier gibt es weit mehr als Weinberge. Dich erwarten sanfte Hügel, im Sommer endlose Sonnenblumenfelder, kleine Weiler aus goldfarbenem Stein und prächtige Renaissance-Schlösser, verborgen hinter sattem Grün.
Die Dordogne war über Jahrhunderte die Lebensader Bergeracs. Früher transportierten flachbodige Holzboote, sogenannte Gabares, Weinfässer flussabwärts nach Bordeaux für den Export. Der Flusshandel formte Wirtschaft und Identität der Stadt. Heute kannst du diese Zeit bei einer etwa 50-minütigen Gabarenfahrt vom Port des Gabariers aus wieder aufleben lassen, inklusive Erklärungen zur Geschichte und zur Tierwelt entlang der Ufer.
Überall in der Stadt begegnet dir der großnasige Literaturheld Cyrano de Bergerac, und viele Besucher glauben, er stamme von hier. Tatsächlich wurde Cyrano 1897 vom Pariser Autor Edmond Rostand erfunden, inspiriert vom Schriftsteller Hercule Savinien de Cyrano aus dem 17. Jahrhundert, der in Paris geboren wurde. Der Familienname verweist zwar auf die Region Bergerac, doch der echte Cyrano war vermutlich nie hier. Die Stadt hat diesen Zufall trotzdem mit viel Charme und Humor zu ihrem Maskottchen gemacht.
Untergebracht in der beeindruckenden Maison Peyrarède aus dem 16. Jahrhundert zeigt das Musée du Tabac über 3.000 Jahre Tabakgeschichte aus aller Welt. Die Sammlung ist einzigartig in Europa und umfasst faszinierende Pfeifen und Objekte aus Elfenbein, Bronze und Kupfer. Es geht hier nicht um Werbung fürs Rauchen, sondern um einen kulturellen und anthropologischen Blick, der fast jeden Besucher überrascht.
Der Lac de Pombonne, nur etwa 3 km nördlich des Stadtzentrums, ist eines der bestgehüteten Geheimnisse von Bergerac. Der Badesee hat im Sommer Badeaufsicht, einen kleinen Strandbereich und ein Restaurant direkt am Wasser. Bei Einheimischen sehr beliebt, bei Besuchern kaum bekannt, perfekt für einen entspannten Nachmittag abseits des Trubels.
Die Küche rund um Bergerac ist weit mehr als nur Wein. Die Dordogne gilt als eine der besten Feinschmeckerregionen Frankreichs. Zu den wichtigsten lokalen Produkten zählen:
Viele dieser Zutaten vereinen sich in der beliebten Salade Périgourdine mit Entenbrust, Foie gras, Walnüssen und saisonalem Gemüse, angemacht mit Walnussöl. Dazu ein Glas Bergerac Rosé oder gut gekühlter Monbazillac, und du hast den Geschmack des Périgord auf dem Teller.
Die Hauptsaison fürs Glamping in Bergerac reicht von Juni bis August, wenn es am wärmsten ist, die Sonne lange scheint und die Stadt voller Märkte, Events und Außengastronomie ist. Mai, September und Oktober sind jedoch perfekte Alternativen mit angenehmen Temperaturen, weniger Besuchern und oft günstigeren Preisen. Der Herbst ist ein Traum für Genießer, wenn die Trüffelsaison beginnt und sich die Weinberge golden färben. Im Winter locken der Weihnachtsmarkt im Récollets-Kloster und die stimmungsvollen marchés au gras von November bis März.
Bergerac ist überschaubar und lässt sich leicht zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Die mittelalterliche Altstadt ist komplett begehbar, mit Kopfsteinpflaster und Wegen hinunter zum Fluss. Für Ausflüge in die Umgebung ist ein Auto praktisch, alternativ deckt das lokale Busnetz TUB die Stadt gut ab. Fahrradverleihe findest du im Zentrum, und die Voie-Verte-Radwege machen das Erkunden der Landschaft sicher und angenehm.
Bergerac ist kein Ort, der laut um Aufmerksamkeit buhlt. Es hat nicht die touristischen Superstars wie Sarlat oder Les Eyzies. Stattdessen bietet es etwas Selteneres: echtes, gelebtes französisches Alltagsleben. Märkte für Einheimische und Besucher, erstklassiger Wein zu überraschend fairen Preisen und ein Fluss, der noch immer den Rhythmus der Tage bestimmt. Mit einem Glamping-Aufenthalt kannst du genau in diesen Rhythmus eintauchen, umgeben von Natur und doch nie weit von einem Glas Monbazillac oder einem Teller Entenconfit entfernt. Buche jetzt dein Glamping und lass dich von Bergerac auf die schönste Art überraschen.